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2016: Nordthailand und Laos

Nach meiner Ankunft in Bangkok und einem kurzen Aufenthalt dort ging es für mich direkt weiter in den Norden nach Neu-Sukhothai. Von dort aus unternahm ich am ersten Tag einen Ausflug zum nahegelegenen Sukhothai Historical Park.

Das UNESCO-Weltkulturerbe Sukhothai („aufgehende Fröhlichkeit“) war im 13. Jahrhundert die erste Hauptstadt Thailands. Die historische Anlage umfasst die Überreste von 21 Tempeln, von denen einige erstaunlich gut erhalten sind. Während ihrer mehr als 200-jährigen Blütezeit war die Stadt von einer Mauer umgeben. Hier wurden wesentliche Elemente der thailändischen Kultur entwickelt, darunter das Thaialphabet, die Architektur und verschiedene Kunstformen.

Am folgenden Tag besuchte ich den etwa 56 Kilometer entfernten Si Satchanalai-Chaliang Historical Park. Die Tempel und Bauwerke stammen aus derselben Epoche wie jene in Sukhothai und weisen eine große Ähnlichkeit auf. Allerdings ist die Umgebung deutlich ländlicher geprägt, was dem Ort einen ganz besonderen Charme verleiht.

Anschließend ging es weiter in die Kleinstadt Lampang. Auch hier gab es, wie eigentlich überall in Thailand, wieder einige wunderschöne Tempel zu entdecken. Mein Aufenthalt stand jedoch vor allem im Zeichen des Elephant Conservation Center.

Dort konnte man Elefanten füttern, streicheln, reiten und beim Baden beobachten. Das Highlight war jedoch eine Vorführung, bei der die Tiere kleine Kunststücke zeigten. Sie schoben beispielsweise Baumstämme durch die Gegend oder malten sogar Bilder. Vor allem Letzteres hat mich verblüfft. Es war beeindruckend zu sehen, was Elefanten alles mit ihrem Rüssel anstellen können.

Ganz im Norden Thailands, nahe der Grenze zu Myanmar, machte ich noch einen Abstecher in das sogenannte Hippiedorf Pai. Der Begriff „Hippiedorf“ trifft heutzutage vor allem wegen der zahlreichen Touristen zu und ich war sogar noch in der Nebensaison unterwegs.

Abgesehen von den zahlreichen Bars und Hippie-Partys bietet der Ort selbst nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten und wirkt durch die vielen Besucher bereits recht westlich geprägt. Das eigentliche Abenteuer beginnt jedoch in der wunderschönen Berglandschaft rund um Pai.

Während eines Tagesausflugs erkundete ich die Höhle Tham Lod zu Fuß und teilweise per Boot, badete in einer heißen Thermalquelle, besuchte einen kleinen Wasserfall und bestaunte zum Abschluss einen beeindruckenden Canyon. Leider verdeckten die Wolken pünktlich zum Sonnenuntergang die Sonne. In Pai gibt es außerdem zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Rafting und Radfahren, doch dafür wollte ich mir bei künftigen Reisen noch genügend Zeit lassen.

Mein nächstes und zugleich letztes Reiseziel in Thailand war Chiang Mai. Viele Thailänder, aber auch zahlreiche Touristen, kommen hierher, um das kulturelle Erbe des ehemaligen Königreichs Lanna kennenzulernen.

Kaum angekommen, besuchte ich die berühmte Sunday Walking Street. Hier findet man neben unzähligen Essensständen, Schmuck und Kleidung alles, was das Touristenherz begehrt. Allein der riesige Markt im Stadtzentrum ist einen Besuch wert.

Am nächsten Tag startete ich zu einer zweitägigen Trekkingtour in die umliegenden Berge, inklusive Übernachtung in einem winzigen Bergdorf. Die Aussicht dort oben war atemberaubend, besonders während des Sonnenuntergangs.

Bereits am ersten Tag besichtigten wir eine Höhle mit vielen kleinen Fledermäusen. Am zweiten Tag konnten wir uns zum Abschluss der Wanderung an einem etwa sechs Meter hohen Wasserfall erfrischen. Zumindest dann, wenn man nicht gerade wieder den Wasserfall hinaufkletterte, um erneut hinunterzuspringen.

Danach führte mich meine Reise weiter nach Laos.

Nach einer Übernachtung in der Grenzstadt Huay Xai ging es weiter nach Luang Namtha, um den nahegelegenen Nationalpark zu erkunden. Die Nam Ha National Protected Area gehört zu den ursprünglichsten Dschungelregionen des Landes. Genau dort buchte ich eine dreitägige Tour, um echte Dschungelerfahrung zu sammeln.

Rückblickend war dies die härteste Wanderung meiner gesamten Reise, vielleicht sogar meines Lebens. Doch genau deshalb zählt sie auch zu den unvergesslichsten Erlebnissen, die ich je hatte. Es war definitiv jeden Kip wert.

Am ersten Tag fuhren wir zunächst über den lokalen Markt, um Lebensmittel, Wasser und einige weitere Dinge für die Tour einzukaufen. Dabei mussten manche Teilnehmer sogar noch schnell passende Kleidung besorgen. Einige der günstig erworbenen Hosen hielten allerdings nicht einmal fünf Minuten 😉.

Anschließend ging es etwa eine Stunde mit dem Auto hinaus in den Nationalpark. Nach einer Flussüberquerung per Boot begann schließlich die Wanderung.

Die ersten sechs bis sieben Stunden führten quer durch den Dschungel. Von Wegen konnte man dabei kaum sprechen. Zunächst ging es über zwei Stunden ständig bachaufwärts. Danach wurde das Gelände deutlich steiler und wir mussten uns stellenweise von Baum zu Baum den Hang hinaufarbeiten.

Zum Glück hatten wir die schwierigsten Abschnitte bereits hinter uns, als am Nachmittag ein Gewitter aufzog. Die letzte Stunde des Tages konnten wir noch im Trockenen zurücklegen, wobei wir ohnehin längst entweder vom Regen oder vom Schweiß durchnässt waren.

Die erste Nacht verbrachten wir in einer einfachen Hütte auf selbstgebauten Bambusbetten. Als sich später die Wolken verzogen, wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

Am zweiten Tag standen weitere sieben bis acht Stunden Marsch auf dem Programm. Diesmal ging es ständig bergauf und bergab, teilweise auf extrem steilen Pfaden. Unsere Führer sammelten unterwegs immer wieder Pilze und essbare Pflanzen für das Abendessen.

Am Abend erreichten wir ein Lager an einem Fluss. Dort bauten unsere Guides mit unserer Unterstützung zunächst eine Unterkunft aus Bambus, bevor es schließlich leckeres Essen direkt aus dem Dschungel gab.

Am letzten Tag errichteten wir gemeinsam drei Flöße aus Bambus. Anschließend fuhren wir stehend auf den Flößen und mit langen Bambusstangen bewaffnet durch die Stromschnellen des Flusses.

Dieser Ausflug war einfach unglaublich. Kratzer, blaue Flecken, Mückenstiche und Blasen gehörten als Souvenirs selbstverständlich dazu.

Luang Prabang war für mich die schönste Stadt meiner gesamten Reise. Eingebettet zwischen den Flüssen Mekong und Nam Khan, umgeben von grünen Hügeln und zahlreichen buddhistischen Tempeln, bietet die Stadt Ausblicke, die man so schnell nicht vergisst.

Direkt nach meiner Ankunft bestieg ich den Phu Si, einen Hügel im Stadtzentrum. Von dem Tempel auf seiner Spitze konnte ich einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Mekong beobachten.

Am nächsten Tag erkundete ich die Stadt auf einem klapprigen Fahrrad. Dabei besuchte ich zahlreiche Tempel. Besonders gefallen hat mir der prachtvolle Wat Xieng Thong, der zu den schönsten Tempeln meiner gesamten Reise gehörte.

Mit einer kleinen Fähre setzte ich außerdem auf die gegenüberliegende Flussseite über. Dort besuchte ich unter anderem eine buddhistische Höhle. Besonders lustig war meine etwa zehnjährige „Fremdenführerin“, die bei jedem halbwegs interessanten Felsen begeistert „Foto!“ rief und mich zum Anhalten bewegte.

Am folgenden Tag stand eine größere Fahrradtour auf dem Programm. Unser Ziel war der etwa 85 Meter hohe Kuang-Si-Wasserfall. Nach einer rund dreistündigen Fahrt erreichten wir die beeindruckenden Kaskaden. Natürlich blieb auch genügend Zeit zum Baden und Entspannen, bevor wir die drei Stunden Rückweg bei tropischer Hitze antreten mussten. Das kühle Bier am Abend hatte ich mir redlich verdient.

Zu guter Letzt verbrachte ich noch einige Stunden in der Hauptstadt Vientiane. Allzu viele Sehenswürdigkeiten hat die Stadt zwar nicht zu bieten und ursprünglich sollte es lediglich ein kurzer Zwischenstopp auf meinem Rückweg nach Bangkok werden. Dennoch gibt es auch hier einige hübsche Tempel zu entdecken. Besonders die goldene Stupa Pha That Luang, das Wahrzeichen von Laos, ist definitiv einen Besuch wert.

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